Mit Erasmus + nach Kroatien

Mit Erasmus + nach Kroatien … Das mag anfangs ein wenig komisch klingen. Kroatien ist bei den Deutschen sehr wohl ein beliebtes Urlaubsland. Aber es gehört definitiv nicht auf die Liste der TOP-Erasmus-Länder. Dennoch entschied ich mich dazu, diesen Sommer zwei Monate nach Kroatien zu gehen … mit Erasmus + natürlich

Wieso Kroatien?

Naja, diese Frage lässt sich sehr leicht beantworten. Meine Mama ist ursprünglich aus Herzegowina (der südliche Landesteil von Bosnien und Herzegowina) und somit bin ich zweisprachig aufgewachsen. Da man in Herzegowina fast dieselbe Sprache spricht wie in Kroatien, hatte ich keine Kommunikationsprobleme. Und noch dazu haben wir sogar Verwandte in Poreč (Kroatien), die wir jedes Jahr ein paar Tage besuchen. Und dort konnte ich letztendlich zwei ganze Monate bleiben.

Poreč, September 2018

Mein Praktikum in Kroatien

Ich bin seit über 20 Jahren ein paar Tage zur Durchreise in Poreč. Man könnte also meinen, dass mein Erasmus-Aufenthalt absolut nichts Neues für mich war. Ein bisschen stimmt das natürlich, da ich Land und Kultur schon sehr gut kenne. Dennoch war dieser Sommer eine ganz besondere Erfahrung für mich. Urlaub machen und arbeiten sind einfach zwei Paar Stiefel. Durch das Erasmus + Programm bekommt man Geld, um in einem anderen Land leben zu können. Dafür muss man allerdings auch etwas tun. Entweder man studiert in dem Zielland oder man macht ein Praktikum. Ich entschied mich für ein Praktikum in einer Touristenagentur.

Aber Achtung: Arbeiten in Kroatien ist nicht gleich arbeiten in Deutschland. Was ich damit meine? Ich erkläre es euch: Kroatien ist ein Touristenland. Die Leute dort leben vom Tourismus. Das bedeutet: Im Sommer gibt es sehr viel Arbeit, im Winter dafür fast keine. Es sei denn man macht sich selbstständig und eröffnet z. B. seinen eigenen Friseursalon. Zum Friseur müssen die Leute schließlich auch im Winter.

Viele anderen Branchen sind abhängig vom Tourismus. Die Hotels, die Campingplätze, teilweise auch die Restaurants und Cafés… und natürlich auch die Touristenagenturen. Ein Praktikum in Kroatien bedeutet also keine 5-Tage-, sondern eine 7-Tage-Woche.

Okay, ich gebe es zu: Ich habe ein bisschen übertrieben. Ich musste zwar tatsächlich auch samstags und sonntags arbeiten, hatte dafür aber auch sehr viel Freizeit. Das lag daran, dass ich die Besitzer der Agentur über meine Tante kenne. Meine Tante vermittelt ihre Apartments über die Agentur an Touristen. Mein Chef nahm das Ganze also nicht ganz so strengt und somit konnte ich sogar mit meinen Eltern 10 Tage in den Urlaub nach Herzegowina und Montenegro fahren.

Ich habe während meines Praktikums unglaublich viel gelernt. Vor allem habe ich natürlich meine Kroatischkenntnisse verbessert. In einem Land Urlaub zu machen und in einem Land zu leben und zu arbeiten macht einen unglaublich großen Unterschied.

Ich liebe Kroatien und ich werde auch nächstes Jahr wiederkommen.

Summer, 2018.

Kategorien Erasmus +, südslawische Länder

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